Die neuen Förderbedingungen im Detail

Seit der Aufhebung des Programmstopps im Juli 2010 gelten neue Förderkonditionen. Die Konzentration liegt nun bei Bestandsgebäuden, Anlagen in Neubauten werden nicht mehr bezuschusst. Hier ein kleiner Überblick über die Neuerungen und Möglichkeiten.
Solarkollektoranlagen
Für die Erstinstallation einer Solarkollektoranlage (Kombination Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung) von bis zu 40 qm gibt es einen Zuschuss von 90 Euro je angefangenen Quadratmeter installierter Bruttokollektorfläche. Ab 40 qm wird ein Pufferspeichervolumen von mind. 100 Litern je Quadratmeter Bruttokollektorfläche benötigt. Dann gibt es für die ersten 40 qm die besagten 90 Euro und für die darüber hinaus errichtete Bruttokollektorfläche 45 Euro pro angefangenen Quadratmeter.
Ende des Kesseltauschbonus
Bei Errichtung einer Solaranlage und gleichzeitigem Austausch eines alten Heizkessels gegen einen modernen Brennwertkessel wurde ein Zuschuss von 400 Euro gezahlt. Die Solaranlage musste dafür an die Warmwasserbereitung und auch an die Heizung angeschlossen sein. Der Kesseltauschbonus war befristet bis zum 30. Dezember 2010 (Antragseingang beim BAFA).
Biomasseverbrennungsanlage
Die Höhe der Zuschüsse richten sich bei Biomassekesseln für z.B. Scheitholz oder Holzpellets nach Art, Nennwärmeleistung und Wirkungsgrad. Die Anlage wird erst förderfähig, wenn ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wurde und die Umwälzpumpen die hohen Effizienz-Anforderungen erfüllen. Der hydraulische Abgleich stellt den Druck und die Vorlauftemperatur so ein, dass an jedem Heizkörper nur die Wärmemenge ankommt, die für eine angenehme Raumtemperatur nötig ist.
Eine Anlage zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln wird pauschal mit 1.000 Euro gefördert. Der Pufferspeicher muss dafür lediglich ein Mindestspeichervolumen von 30 Litern/kW aufweisen.
Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse müssen über eine Nennwärmeleistung von mind. 5 kW und max. 100 kW verfügen und einen Kesselwirkungsgrad von mind. 89 Prozent gewähren. Des Weiteren muss eine solche Anlage mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung ausgestattet sein. Der Zuschuss beträgt bei Pelletöfen mit Wassertasche mind. 1.000 Euro, bei Pelletkesseln 2.000 Euro und bei Pelletkesseln mit neu errichtetem Pufferspeicher mit Mindestspeichervolumen 30l/kW 2.500 Euro.
Wärmepumpen
Auch eine Wärmepumpe wird erst förderfähig, wenn ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wurde und die Umwälzpumpen die hohen Effizienz-Anforderungen erfüllen. Ebenso muss die Jahresarbeitszahl von einem unabhängigen Prüfinstitut nachgewiesen werden und bestimmte Werte erreichen, die sich nach Art der Anlage unterscheiden. Die Zuschüsse richten sich zudem nach gas- oder elektrisch betriebenen Anlagen, nach Wohnfläche und ggf. nach der Zahl der Wohneinheiten des Gebäudes.
Effizienzbonus
Wer mehrere Maßnahmen vereint oder besonders effiziente Anlagen realisiert, kann sich zusätzlich mit einem Bonus fördern lassen.
TIPP: Altersgerecht umbauen
Der alters- und behindertengerechte Umbau von Haus oder Wohnung wird seit 2010 mit bis zu 2.500 Euro von der KfW bezuschusst. Ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro ist dies eine interessante Alternative zum gleichnamigen Förderkredit.
Damit Sie von Ihren Bau-Maßnahmen langfristige Vorteile haben, die bestmöglichsten Lösungen für ev. auftauchende Hindernisse nutzen können und Ihnen auch keine mögliche Förderung durch die Lappen geht, finden Sie in jedem BAUKING-Standort einen kompetenten und neutralen BAUCOACH®-Berater. Er steht Ihnen bei allen Fragen und Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite. Gebäude-Analyse, Beratung, Planung, Koordination und das Wissen um die aktuellen Fördermittel aus einer kompetenten Hand.
Damit Sie von Ihren Sanierungsmaßnahmen langfristige Vorteile haben, die bestmöglichsten Lösungen für ev. auftauchende Hindernisse nutzen können und Ihnen auch keine mögliche Förderung durch die Lappen geht, finden Sie in jedem BAUKING-Standort einen kompetenten und neutralen BAUCOACH®-Berater. Er steht Ihnen bei allen Fragen und Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite. Gebäude-Analyse, Beratung, Planung, Koordination und das Wissen um die aktuellen Fördermittel aus einer kompetenten Hand.
Hier lohnt sich die Modernisierung
- Dach: Eindeckung, Wärmedämmung, Dachausbau
- Außenwand: Wärmedämmung, Wertsteigerung, Gestaltung
- Innenwände: Grundrissänderung, Montage-Systeme
- Fenster: Schallschutz, Wärmedämmung, Solargewinn
- Haustüren: Eingangskonzept, Optik, Sicherheit
- Erdgeschoss-Fußboden: Wärmedämmung, Behaglichkeit
- Badezimmer: Planung, Gestaltung, Wassersparen
- Heizung: Energieeinsparung, Umweltentlastung, Energieträger
- Ofenbau: Kamine, Kachelofen usw.
- Warmwasser: Energieeinsparung, Solarsysteme
- Elektro-Technik: Installations-Systeme, Kommunikation, Sicherheit
Auf das Energiesparen kommt es an!

Ganz unabhängig von den neuen Vorgaben steht das Thema Energiesparen bei Haus- und Wohnungseigentümern ohnehin hoch im Kurs. Das ergab eine repräsentative GfK-Studie im Auftrag der Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben) bereits Mitte 2008. Und diese Tendenz hat sich nur noch verstärkt.
Konsequent auf alternative Energie zu setzen, ist in jedem Fall lohnenswert. Maßnahmen die hierbei angegangen werden, sind im Neubau wie bei der Sanierung gleichermaßen nützlich. Erdwärme, Photovoltaik, Solardächer für Nutzwasser in Zusammenhang mit neuer Heizungstechnik gebracht, sorgen für eine langfristige positive Perspektive für eine Immobilie.