Richtige Wahl bei Immobilien: Der Energieverbrauch

energie02Der Trend ist mehr als deutlich. Das „Häuschen im Grünen” gerät unter Druck. Nicht die unverbaute Lage, nicht der große Garten sind die Eckpfeiler der Wahl, sondern der Energieverbrauch, das Potenzial zum Sparen. Die Lage wird zweitrangig, denn die Ressource Energie wird zum unbezahlbaren Luxus. Erneuerbare Energie und Stromsparen stehen an erster Stelle. Das bestätigt auch eine ganz aktuelle Umfrage des Immobilenportals Immowelt.de, an der 1.094 Makler teilgenommen haben.

Immobilienkäufer möchten erkennbar die Betriebskosten senken: Rund 43 Prozent der Interessenten achten laut der Umfrage deshalb auf eine Isolierverglasung, 40,5 Prozent auf eine gute Fassadendämmung. Einige gehen sogar weiter: Um von Preissteigerungen fossiler Brennstoffe unabhängig zu sein, fragen mehr als ein Viertel (29,3 Prozent) immer häufiger nach einer Versorgung des Objekts mit regenerativen Energien. Aber auch der Punkt der ökologischen Bauweise (wie etwa eine Belüftung mit Wärmerückführung) kommt immer häufiger zu Sprache. Der Einsatz von Solarwärme und Solarstrom, Erdwärme und Blockheizkraftwerken ergeben zusammen mit dem Sparen von Energie den Mix, der gefragt ist. Kunden, die heute ein Haus bauen, wollen sicher sein, dass ihre Investition zukunftssicher ist.

In ländlichen Gebieten ist Biomasse noch ein zusätzliches Nachhaltigkeits-Argument, um zumindest bestehende Immobilien auf einen aktuellen Stand zu bringen. Hier gehen Solaranlagen Hand in Hand mit vorhandenen regenerativen Energiequellen. Wichtig kann dabei eine regionale Vernetzung werden, wenn beispielsweise Bauern zum Energieerzeuger werden. In Städten sind es meist die Energieriesen, die mit Kraft-Wärme-Koppelung Kunden locken. Fernwärme kann also durchaus ein wichtiger Punkt sein, wenn Immobilien saniert oder neu gebaut werden. Und sollte in der Planungs- und Beratungsphase Berücksichtigung finden.

Tatsächlich hat ein Umdenken bei Immobilienbesitzern begonnen, Reihenhäuser und allein stehende Häuser werden wieder im städtischen Umfeld geplant, denn die Nachfrage der Käufer und Mieter steigt. Tatsächlich geht es dabei nicht nur um Fernwärme, Photovoltaik oder Solarwärme, sondern auch um Energiekosten bei Transport der Menschen. Städtische Kommunen bieten nämlich Öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) – sparen den Eigenheimbesitzern somit den Zweitwagen, der beim Haus im Grünen oft obligatorisch ist.

In Kombination mit regenerativen Energiesystemen lassen sich schon heute Gebäude unabhängig von fossilen Brennstoffen mit Wärme und Strom versorgen. Und nicht nur Bereich des Wohnungsbaus ist dieser Prozess im Gange. Nach Umfrage der Unternehmensberatung „dokeo” im Januar 2009 nutzen sechs der 30 DAX-Unternehmer (20 %) Strom aus Bio-, Wind-, Wasser oder Sonnenenergie als Instrument für ihre eigene nachhaltige Unternehmenspolitik. Die Ford-Werke beziehen nach eigener Aussage sogar zu 100 % Ökostrom. Die Ergebnisse machen deutlich, dass im Zuge der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit immer mehr Unternehmen den Strombezug als strategisches Instrument einsetzen.

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