Solar-Akkus rechnen sich ab 2015

solarakkusWer Solarstrom ins Netz einspeist, bekommt derzeit keine 16 Cent mehr für seine Kilowattstunde. Haushaltsstrom aus der Steckdose hingegen kostet hingen im Schnitt rund 25 Cent. Doch die naheliegende Idee, mittels Batterien den Eigenverbrauch zu erhöhen, entlastet derzeit weder das Konto des Anlagenbetreibers noch das Stromnetz. Gesetzliche Vorgaben und technische Fortschritte könnten das nun ändern.

Stromspeicher können den Eigenverbrauch des Photovoltaik-Stroms von rund einem Drittel bis auf etwa 70 Prozent steigern. Inzwischen bieten in Deutschland fast 50 Firmen kombinierte Systeme aus Solarmodulen und herkömmlichen Blei- oder modernen Lithium-Ionen-Akkus an. Die Speicherkapazität der oft nur koffergroßen Geräte liegt für einen Vier-Personen-Haushalt im Durchschnitt bei fünf bis zehn Kilowattstunden. Das reicht in der Regel, um den Strombedarf in den Abendstunden zu decken. Eine integrierte Steuerung entscheidet, wie die Energie am besten zum Einsatz kommt. Also ob direkt Hausgeräte angesteuert, der Akku gefüllt oder ins Netz eingespeist wird.

Die Bundesregierung will die Technik fördern. Ab Mai sollen die Käufer neuer Solaranlagen mit Speicher ein zinsgünstiges Darlehen der Staatsbank KfW und einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Kosten für den Akku erhalten. Fraglich ist allerdings, ob das reicht, damit sich die teuren Batterien rechnen.

Die Kosten für Lithium-Ionen-Akkus können dank größerer Produktionen und technischer Fortschritte in den kommenden drei bis vier Jahren auf zehn Cent pro Kilowattstunde halbiert werden können. Wenn gleichzeitig der Haushaltsstrompreis weiter wie bisher um fünf Cent pro Jahr steigt, werden sich Lithium-Ionen-Speicher schon ab 2015 lohnen.

Private Speicher haben derzeit nur die Aufgabe, den Eigenverbrauch eines Haushalts zu maximieren, was jedoch wenig netzdienlich ist. Forscher des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) ermittelten anhand von Simulationen, dass die meisten Akkus im konventionellen Betrieb bereits vormittags vor der Erzeugungsspitze der Solaranlagen komplett geladen sind – in der kritischen Mittagszeit speisen die Solaranlagen daher unvermindert Sonnenstrom ins Netz.

Die Technik ist für den weiteren Ausbau der Photovoltaik unerlässlich und erfülle bereits alle Voraussetzungen, um Netzdienstleistungen zu übernehmen. Die Batterien können das Netz bei kritischen Frequenzen und Spannungen stützen und bei Leistungsungleichgewichten Regelenergie liefern.

Hier setzt die Bundesregierung nun an: Zuschüsse sollen Speichersysteme nach dem geplanten Förderprogramm nämlich nur dann erhalten, wenn sie die Einspeisespitze um 40 Prozent reduzieren. Die Akkus sind also künftig so auszulegen, dass sie mittags noch Strom aufnehmen können.

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